Kunst am Bau
Haus mit Mädchenportraits
Das Haus, Neue Schönhauser Straße 8, besitzt schöne seltene mit Blumenschmuck gerahmte Portraits über Rundbogenfenstern und Türen. Es sind seltene und reizende Portraits von sechs verschiedenen jungen Mädchen. Vielleicht waren sie Töchter und Verwandte eines ehemaligen Hausbesitzers. Eine Bildhauerkunst des 18. oder 19. Jahrhunderts. Die Familie Mollard besaß Weinberge vor dem Rosenthaler Tor, ca. 1763-1795. Sohn Philipp Mollard, Königlicher Lieferant der Armee, war um 1790 bis ca. 1801 Eigentümer des Hauses. Die Familie lebte später in der Rosenthaler Str. 36. Ph. Mollard starb 1820. Von 1840 Carl Wilhelm Leist, Kaufmann und Kgl. Beleuchtungs-Inspektor, mit seiner Familie Eigentümer des Hauses.
Haus 13 in der Neuen Schönhauser Straße
Fertigstellung des Hauses war 1890. Architekt: Alfred Messel.
Stil: Neorenaissance. Das Haus hat wieder nach der Restaurierung die Malerei mit Schriftzug: „Volks-Kaffee-u. Speise-Hallen-Ges.“
Auf dem Foto von 1909 (Ausschnitt), des Hoffotografen Friedrich Albert Schwartz, ragte in der 3. Etage als Bestandteil der Malerei ein gusseisernes Zeichen mit Verzierung und mit einer Kaffeetasse in einem Rund auf die Straße. Neben dem Eingang zum Hof war die Aufschrift: Volks-Kaffee- u. Speise-Hallen-Gesellschaft. Im Bogen-Fenster, rechts die Eingangstür mit der Aufschrift: Eingang für Frauen. Im Bogen-Fenster daneben (rechts) war die Eingangstür für Männer. Ab 1895 war im 2. Hof auch ein öffentlicher Lesesaal. Und ein Gesellen-Heim war dort eingerichtet. Damals war der Gemeinschaftsbau etwas Neues: unbemittelte Frauen und Männer erhielten für wenig Geld Kaffee und „Zubrot“.